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Mein 1. Stadttraining mit Alva
Kategorie: AlltagstrainingVON: MH
Von kleinen Tücken und Erfolgen einer Tour durch die Spandauer Altstadt
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Zum Start der Hundesportsaison wurde allen Interessierten ein Stadttraining angeboten. Da ich mir im Dezember erst einen ängstlichen und ehemalig angefahrenen Tierheimhund zugelegt habe, dachte ich ?Stadttraining - was für eine Herausforderung?.
Also habe ich mich schnell angemeldet. Der Tag rückte näher und ich war auch schon aufgeregt, wie weit ich mit meiner Alva vom Auto wegkomme. Da uns aber ein Hundefreund begleitete, fiel Alva das Aussteigen erst einmal gar nicht so schwer und auch der Treffpunkt war schnell gefunden. Dort wurden wir schon von einigen Fellnasen empfangen, nur einer war etwas aufgeregt. Aber meine Püppi steckte das erst einmal mit Bravour weg. Zum Glück beruhigte mich die Trainerin gleich erstmal, dass hier nicht Schlimmes geschieht. Wir sollten nur versuchen, dass unsere Hunde ohne große Schwierigkeiten sich von A nach B bewegen. Dazu ging es auch gleich in die Altstadt. Alva war zwar aufgeregt, lief aber recht ruhig an der Leine. Auch die vielen Autos machten ihr keine Probleme. Da staunte ich.
In der Altstadt angekommen standen auch gleich ein, zwei laute Männer am Imbiss. Upps, da sprang Carlos zur Seite, aber schnell war auch er beruhigt. Dann versuchten wir alle unsere Hunde anzubinden im Abstand von 2 m. Das klappte toll bei allen Hunden, selbst als ein ?Fremdhund? vorbei kam. Treppen hoch, Treppen runter ? übers Gitter laufen, Platz in der Gruppe, rollende Mülltonnen, nichts konnte all unsere Hunde erschrecken.
Nun wollten wir auch mal schauen, ob wir Andere "erschrecken" konnten. Also sollten wir in 2er Gruppen in den Sparkassenvorraum gehen. Hm, da war nur ein Problem, für meine Alva stand schnell fest ? NEIN DANKE! Also versuchte ich die Tür aufzuhalten, Alva reinzulocken und gleichzeitig noch die Passanten durch zu lassen. Oh Gott, warum will denn meine Alva nicht kommen? Gabi kam mir gleich zur Hilfe und die Passanten schauten schon recht merkwürdig, selbst der Wachmann lief schon auf und ab. Aber einige Zeit später hatten wir es geschafft. Ich konnte sogar Geld abheben. Raus ging es dann ganz schnell, allerdings nicht am Ausgang. Das war zu viel für Alva. Den Eingang kannte sie schließlich schon viel besser als den Ausgang. Zum Glück war ich schnellen Schrittes hinterher und alle Türen standen offen.
Nun kam auch noch die Idee auf, wir laufen mit allen Hunden durch ein Einkaufcenter. Aber wer am Stadttraining teilnimmt, muss wohl mit so etwas rechnen, oder? Also lief die ganze Gruppe los, so auch wir. Alva ist auch bis zum Eingang mitgekommen, aber keinen Schritt weiter. Während alle schon einen Schaufensterbummel machten, kniete ich immer noch auf der Erde und bettelte meinen Hund. Wir sagten schon den Anderen ?Wir schaffen das nicht in der nächsten Zeit? und ein Passant versuchte mir noch zu helfen. Aber auch die tollsten Leckerlies brachten vorerst keinen Erfolg. Bis wir merkten, der Untergrund macht Alva Angst. Auf den einzigen Fliesen kniete ich noch immer. Ich machte Platz und Alva kam auch mit bummeln. Zum Glück ist Gabi dann vorgegangen, denn wäre die Schiebetür am Ausgang vor meiner Alva aufgegangen, wäre sie bestimmt nie wieder mitgekommen.
Das Stadttraining hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt. Ein großes Dankeschön an die Trainer und wir kommen gerne wieder. Es gibt bestimmt noch eine Menge in der Stadt aus Hundesicht zu entdecken.
Alva und Frauchen

