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13.12.2017 : 4:35 : +0100

Hundesport

Trainingstermin

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Turnierhundsport (THS)

Turnierhundsport ist die Sportart im Hundesport, welche an Hund und Mensch die größten Anforderungen in puncto Sportlichkeit stellt.
Die Bezeichnung "Turnierhundsport" vereint die sieben Disziplinen Vierkampf 1 (VK 1), Vierkampf 2 (VK 2), Hindernislauf (HL), Geländelauf mit dem Hund (GL), Combinations-Speed-Cup (CSC), Qualifications-Speed-Cup (QSC) und Shorty.

Das Geburtsjahr des Turnierhundsports war 1970, wobei die Sportart damals noch den Namen "Breitensport" trug, was auf ihre Ausrichtung hinweist - ein Sport für "Jedermensch" und "Jederhund": Der Turnierhundsport steht allen Menschen jeglichen Alters und allen Hunden, egal welcher Rasse oder Größe, offen. Und auch auf Wettkämpfen kann man sich messen. Um dabei eine Chancengleichheit der Teilnehmer zu wahren, wird beim THS in unterschiedlichen Altersstufen und Größenklassen gestartet. Bei den menschlichen Teampartnern wird aber nicht nur nach dem Alter, sondern auch nach dem Geschlecht getrennt gestartet.
Die Prüfungsordnung nimmt eine Unterscheidung in "anerkannte Prüfungen" (Vierkampf 1 und 2, Geländelauf mit dem Hund und Combinations-Speed-Cup) und "nicht anerkannte Prüfungen" vor. Bei den Erstgenannten ist eine bestandene Begleithundprüfung Startvoraussetzung. Für die anderen Prüfungen nicht, ein gewisser Grundgehorsam muss jedoch vorhanden sein.
Da dieser Sport den Hunden einiges an Leistung abverlangt, muss der Hund vollkommen gesund - ohne Schädigungen am Bewegungs- und Skelettsystem - sein, um teilnehmen zu dürfen.

Die drei bekanntesten bzw. am weitesten verbreiteten Disziplinen des Turnierhundsportes sind der Vierkampf, der Geländelauf mit dem Hund und der Hindernislauf.

Der Vierkampf:
Der Vierkampf ist nach der Prüfungsordnung eine anerkannte Prüfung, er setzt sich zusammen aus

  • der Gehorsamsübung,
    Diese Übung gleicht im Wesentlichen dem Unterordnungsteil der Begleithundprüfung: Der Hundeführer läuft mit seinem Hund ein bestimmtes Schema "im Fuß", dies in unterschiedlichen Tempi. Dieses Laufschema wird einmal mit und einmal ohne Leine absolviert. Gezeigt werden außerdem eine Sitz- und eine Platzübung aus dem Fußlauf heraus. Das Durchqueren einer Menschengruppe und das Abliegen sind nicht enthalten.
    Im VK 2 entfällt die Leinenführigkeit, dafür kommt eine Stehübung hinzu.
  • dem Hindernislauf,
    Hund und Hundeführer müssen gemeinsam in der schnellstmöglichsten Zeit eine Strecke von 75 m zurücklegen, wobei der Hund noch zusätzlich acht Hindernisse überwinden muss. Dies im besten Falle fehlerfrei. Der Hund muss sich nicht "im Fuß" befinden, die Zeit wird jedoch von dem langsameren der beiden Teampartner, in der Regel dem Menschen, genommen. Der Hindernislauf erfolgt in zwei Durchgängen, dies kann wahlweise mit oder ohne Leine geschehen.
  • dem Hürdenlauf,
    Beim Hürdenlauf legen Hund und Hundeführer eine Strecke von 50 m zurück, wobei der Hund drei hintereinander aufgestellte 40 cm hohe Hürden überspringen müssen. Der Hund soll "im Fuß" geführt werden, das heißt, der Hundeführer läuft rechts parallel zu den Hürden.
    Auch beim Hürdenlauf sind zwei Durchgänge zu absolvieren, dies kann      wahlweise mit oder ohne Leine geschehen.
    Beim VK 2 wird der Hürdenlauf nurmehr in einem Durchlauf absolviert, Hund und Hundeführer legen nun insgesamt 80 m zurück und müssen  nun gemeinsam die Hürden überspringen.
  • und dem Slalomlauf.
    Auf einer 75 m langen Strecke befinden sich ein Start- und ein Zieltor sowie fünf weitere Tore, welche von Hund und Hundeführer im Slalom durchlaufen werden müssen. Der Hund kann dabei wahlweise mit oder ohne Leine geführt werden. Auch beim Slalomlauf geht es um das schnellstmöglichste und fehlerfreie Absolvieren des Parcours.
    Generell ist es so, dass bei allen Prüfungsteilen mit Ausnahme der Gehorsamkeitsübung die "Leinenfreiheit" mit Bonuspunkten belohnt wird.
    Für den Wechsel vom Vierkampf 1 zum Vierkampf 2 ist das dreimalige Erreichen einer definierten Mindestpunktzahl im Vierkampf 1 notwendig.

 
Der Geländelauf
Der Geländelauf ist nach der Prüfungsordnung eine anerkannte Prüfung, er zielt auf die Kondition von Hund und Mensch ab: Beim Geländelauf absolvieren Hund und Hundeführer eine Distanz von 2000 m oder 5000 m.
Die Strecke sollte nicht die ganze Distanz auf asphaltiertem Boden, sondern auf freiem Gelände, Feld- und Waldwegen verlaufen.
Der Hund ist während der gesamten Zeit an einer maximal 2 m langen Leine zu führen, es wird nicht als Fehler gewertet, wenn der Hund an der Leine zieht. Neben dem Halsband als Befestigungsmöglichkeit sind auch ein Geschirr und ein Bauchgurtsystem erlaubt.
Die Läufer starten im Abstand von einer Minute hintereinander, so dass es sein kann, dass die einzelnen Teams sich überholen - der Hund sollte mit dem "Überholt werden" keine Probleme haben.  
Sieger sind die Läufer mit der schnellsten Zeit ihrer Altersstufe.

Das Hindernislauf-Turnier:
Obwohl hier die Bezeichung "Turnier" geführt wird, handelt es sich dabei, nach der Prüfungsordnung, nicht um eine anerkannte Prüfung.
Der Parcours und der Ablauf ist der des Hindernislaufes aus dem Vierkampf.
An dieser Stelle seien die Elemente des Parcours, der eigentlich als eine Gerade aufgebaut ist, aber auch als "L" oder "U" zulässig ist, aufgeführt:

  • Hindernis 1 - Brettersprung (Höhe 50 cm), der Hund darf aufsetzen
  • Hindernis 2 - Schrägwand (Höhe 1,40 m) oder Treppe (Höhe 1 m), die Art wie der Hund diese überwindet, ist egal
  • Hindernis 3 - Tunnel (Länge 3,5 m, Breite 40 cm, Höhe 80 cm)
  • Hindernis 4 - Laufdiel (Länge 4,5 m, Breite 30 - 40 cm, Höhe 65 cm), der Hund darf nicht vor Beendigung des Abganges seitlich abspringen
  • Hindernis 5 - Tonne (Höhe/ Durchmesser 60 cm, Breite 80 bis 100 cm), der Hund darf aufsetzen
  • Hindernis 6 - Reifen (Innendurchmesser 70 cm)
  • Hindernis 7 - Hoch-Weitsprung (Höhe 35 cm, Abstand 1 m), der Hund kann dann dazwischen aufsetzen oder ihn in einem überspringen
  • Hindernis 8 - Brettersprung (50 cm), der Hund darf aufsetzen